{"id":5192,"date":"2020-09-26T09:19:22","date_gmt":"2020-09-26T08:19:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.radio-tatenberg.de\/?p=5192"},"modified":"2020-09-26T09:19:22","modified_gmt":"2020-09-26T08:19:22","slug":"wie-alles-begann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.radio-tatenberg.de\/?p=5192","title":{"rendered":"Wie alles begann"},"content":{"rendered":"<p>Alles was ich wei\u00df, ist, dass es ein Samstag war. An das Wetter kann ich mich nicht mehr so genau erinnern. Auch das mit der Uhrzeit hatte ich zu dieser Zeit noch nicht so genau auf dem Zettel. Zeit ist auch immer nur zu Anfang wichtig. Wann muss ich los? Wann muss ich aufbauen? Wann muss ich loslegen?<\/p>\n<p>Das war damals aber alles noch egal. Schlie\u00dflich musste ICH mich noch um gar nicht \u00b4s k\u00fcmmern. Meine Eltern waren f\u00fcr all das verantwortlich was an diesem Sonntag geschah. Somit also auch f\u00fcr den zeitlichen Ablauf. Die hatten Spa\u00df, die k\u00f6nnen sich jetzt auch k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Was ich noch wei\u00df, ist, dass die Beatles gerade auf Platz eins der deutschen Charts waren. All you need is love. Davon hatten meine Eltern vor einiger Zeit eine ganze Menge. Auch wenn meine Mum gef\u00fchlt immer mehr auf Elvis gestanden hat, aber das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n<p>Heute ist er also, der Tag der Tage. Heute solle es geschehen, an diesem Samstag im September.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend im Radio irgendwo da drau\u00dfen die Beatles dieses Jahrhundertklassiker vor sich hin tr\u00e4llerten, hatte meine Mutter diesen Augenblick der Liebe schon genau so oft verflucht, wie die Beatles Yeah Yeah Yeah singen konnten. Zumindest heute war ihre Laune nicht nach Tanze, Spa\u00df und Liebe.<\/p>\n<p>Ob sie tats\u00e4chlich an diesem Samstag im September schon wusste das es das letzte Mal sein wird, das sie das hier tut? Irgendwann muss ja auch mal gut sein. Sie hatte es ja schon zweimal hinter sich. Bis jetzt ist es auch immer gut gegangen. Aber was wird heute sein? Wird alles gut gehen?<\/p>\n<p>Zu alt f\u00fcr den ganzen Kram war sie noch nicht, schlie\u00dflich ist sie vor etwas \u00fcber vier Monaten erst 22 geworden. Da w\u00fcrde ja noch so einiges gehen. Junges Reh.<\/p>\n<p>Wie ein junges Reh f\u00fchlte sie sich an diesem Tag mit Sicherheit auch nicht eher wie ein schwerer Wal.<\/p>\n<p>Irgendwann an diesem Samstag im September passierte es dann auf jeden Fall und am Ende des Tages hatte sie ein L\u00e4cheln im Gesicht, was ihr in den n\u00e4chsten Jahren beim Anblick des frischgeboren Menschenwesens neben ihr noch so manche Male vergebe w\u00fcrde\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Moin Leudde, da bin!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Irgendwie hat mich Musik immer interessiert. Ich konnte sogar Fiesta Mexicana auf der Silberhochzeit irgendwelcher entfernten Verwandten live Vortragen, oder mit 18 leicht angetrunken auf dem Zeltest im Dorf mit Ibo gemeinsam nach Ibiza fliegen, so das meine Schwester es schon von weitem h\u00f6rte und \u00fcberlegte sich wieder ins Auto zu setzen und das Gel\u00e4nde vorzeitig zu verlassen.<\/p>\n<p>Aber das mit der Gesangstimme war nie so meines, geschweige denn das von allen anderen die diese zu ertragen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die Charts, damals noch Hitparade genannt, hatten mich auch immer interessiert. Sei es im Radio mit Lutz Ackermann oder Carlo von Tiedemann, oder im TV mit Ilja Richter oder Dieter Thomas Heck.<\/p>\n<p>Aber warum und wieso es dazu kam, dass es Radio Tatenberg jemals gab? Das muss sich aus alle den einzelnen Komponenten ergeben haben die wie ein Puzzlespiel mein Leben davor gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n<p>Nachdem ich diesen Sonntag um September heil \u00fcberstanden hatte, durfte ich dann auch bald in meine neue Wohnung. Monate nur bei Muddern im Bauch war auch irgendwann langweilig, wenn auch Sau gem\u00fctlich. Hatte schon Riesen Vorteile: Ich konnte machen was ich will und da aufr\u00e4umen bis heute nicht zu meinen St\u00e4rken geh\u00f6rt, k\u00f6nnt ihr euch ja wohl vorstellen, wie angenehm es ist sich um nichts k\u00fcmmern zu m\u00fcssen. Das sollte jetzt schlagartig vorbei sein. Ab jetzt hie\u00df es: Kommando geben, wenn was ist. Wenn ich Hunger hatte musste ich schreien, wenn ich die B\u00fcx voll hatte musste ich schreien, wenn ich bet\u00fcddelt werden wollte musste ich doof grinsen\u2026<\/p>\n<p>Ach ja, und wenn meine Schwester (die war n\u00e4mlich, neben meinem Bruder, schon vor mir da) mich ihrer Freundin zeigen wollte musst ich auch schreien. Zumindest danach tat es doch weh, wenn sie mich nicht mehr tragen konnte und mich deswegen fallen lie\u00df\u2026<\/p>\n<p>Von nun habe ich in Tatenberg gewohnt. Ich habe mir das nicht selbst ausgesucht, meine Eltern hatten hier schon gewohnt. Und da noch Platz f\u00fcr mich war haben Sie mich dann auch hier wohnen lassen. Gewohnt haben wir hier bis Mitte der 90er. Aufgewachsen in einem, wie man heute sagt, Mehrgenerationshaushalt. Vadder, Mudder, Bruder, Schwester Oma und Onkel. War schon irgendwie cool\u2026<\/p>\n<p>..to be continued<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles was ich wei\u00df, ist, dass es ein Samstag war. An das Wetter kann ich mich nicht mehr so genau erinnern. Auch das mit der Uhrzeit hatte ich zu dieser Zeit noch nicht so genau auf dem Zettel. Zeit ist auch immer nur zu Anfang wichtig. Wann muss ich los? Wann muss ich aufbauen? Wann muss ich loslegen? Das war damals aber alles noch egal. 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